Was sind Masern?

Impfstellen

Masern sind
kein Kinderspiel!

Masern sind alles andere als eine harmlose Kinderkrankheit.
Sie sind hoch ansteckend und können sowohl für Säuglinge, Kinder als auch für Jugendliche und Erwachsene schwerwiegende Folgen haben! Es treten grippeähnliche Symptome mit hohem Fieber und der typische Masernausschlag auf, der Organismus wird für Wochen geschwächt. Komplikationen sind häufig. In seltenen Fällen kann eine Gehirnentzündung oder Lungenentzündung zu bleibenden Schäden oder zum Tod führen.

Masern können
ausgerottet werden!

Wussten Sie, dass es in einigen Regionen der Welt gelungen ist, Masern auszurotten? So zum Beispiel in Nord- und Südamerika. Da der Mensch der einzige Wirt ist, kann eine konsequent hohe Durchimpfungsrate der Bevölkerung von 95 % die Virus-übertragung stoppen. So kann das Masernvirus auch hierzulande erfolgreich ausgerottet werden.

Impfen schützt!

Seit der Einführung des für Eltern kostenlosen Impf­programms treten Masern in Österreich viel seltener auf als noch vor einigen Jahrzehnten. Trotzdem werden pro Jahr immer noch zahlreiche Masern­erkrankungen gemeldet. Gehen Sie kein Risiko ein und überprüfen Sie Ihren Impfstatus. Mit einer zeitgerechten Impfung können Sie sich, Ihre Familie und Ihr Umfeld schützen!
Der wirksame und gut verträgliche Impfstoff ist für alle Personen ab vollendeten 11.Lebensmonat kostenfrei erhältlich.

Lassen Sie sich bei Ihrer Impfentscheidung von Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin oder in Ihrer Apotheke fachlich be­raten!

Risiken von Masern

Impfstellen

Hoch ansteckend und
mit schwerwiegenden Folgen

Masern sind eine hoch ansteckende Krankheit, die über Tröpfchen, also beim Sprechen, Husten oder Niesen, übertragen wird. 98 von 100 Personen, die mit dem Virus in Kontakt treten, stecken sich an. Am häufigsten erkranken Kinder und Kleinkinder, aber auch nicht geimpfte und bisher nicht daran ­erkrankte Erwachsene können sich infizieren. Bei Masern gibt es keine spezifische Therapie, es können lediglich die Symptome gelindert werden. Die Erkrankung hinterlässt eine lebenslange Immunität.

Mögliche schwerwiegende
Komplikationen

In 20 von 100 Fällen einer Maserninfektion treten Komplikationen wie Bronchitis, Mittelohr- und Lungen­entzündung auf. Bei etwa einem von 1.000 Erkrankten kommt es zu einer lebens-bedrohlichen Gehirnentzündung. Sehr selten kann Jahre später ein Gehirnzerfall auftreten, der immer tödlich verläuft. Man nennt diese Spätfolge subakute sklerosierende Panenzephalitis oder kurz: SSPE. Besonders gefährdet sind Kinder, die im ersten Lebensjahr erkranken oder während der Geburt angesteckt werden.

Symptome und
Krankheitsverlauf

Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der ­Erkrankung (Inkubationszeit) beträgt im Normalfall acht bis zwölf Tage.
Die allgemeinen Symptome sind Fieber, Schnupfen, Husten und Bindehautentzündungen, begleitet vom typischen Masernausschlag. Die roten, grobflächigen Flecken breiten sich vom Kopf her langsam über den ganzen Körper aus, bleiben etwa vier bis sieben Tage bestehen und heilen mit Hautschuppen ab. Die Abwehrkräfte des Körpers sind währenddessen stark geschwächt, das Risiko weiterer Erkrankungen und bakterieller Infektionen steigt.

Die Impfung

Impfstellen

Die kostenlose, lebenswichtige
Schutzimpfung

Die Masernimpfung erfolgt in Form einer Kombinationsimpfung gegen Masern-Mumps-Röteln (MMR). Es handelt sich hierbei um eine Lebendimpfung. Die darin enthaltenen abgeschwächten Viren bewirken eine Reaktion des Immunsystems, die in der Folge vor Erkrankung durch Wildviren schützt.

Frühzeitiger und kompletter
Schutz für Kinder

Derzeit wird die Hälfte der österreichischen Kinder zu spät geimpft. Es werden zwei Impfungen ab dem elften Lebensmonat empfohlen. Hierbei sollte ein Mindest­abstand von vier Wochen zwischen den zwei Impfungen eingehalten werden. Die zweimalige Impfung ist eine wichtige Voraussetzung, um einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten. Daher unbedingt zwei Impfungen vor Ende des zweiten Lebensjahres durch-führen lassen!

Gute Verträglichkeit
und verlässlicher Schutz

Die MMR-Impfung (MMR: Masern, Mumps und Röteln) wird sehr gut vertragen. Es kann an der Einstichstelle zu schmerzhaften Rötungen oder Schwellungen kommen. Trotzdem ist die Masernimpfung unbedenklich: Seit 1998 wurden in Österreich rund drei Millionen Impfdosen verabreicht, dabei kam es zu keinem einzigen bleibenden Impfschaden. Eine Überimpfung ist nicht möglich.

Nicht impfen bei!
Nicht geimpft werden dürfen schwangere Frauen, Personen mit geschwächtem Immunsystem oder Fieber über 38,5 Grad. Personen, bei denen allergische Reaktionen bekannt sind, sollten sich vor einer geplanten Impfung von Ihrer Ärztin / von Ihrem Arzt beraten lassen.

Schützen Sie sich, Ihre Familie und Mitmenschen

Die MMR-Impfung wird Kindern ab dem elften Lebensmonat empfohlen. Die Impfung besteht aus zwei Teil­impfungen. Die zweite Teilimpfung sollte ehestmöglich, frühestens jedoch vier Wochen nach der ersten Teil­impfung erfolgen. Fehlende MMR-Impfungen können in jedem Alter nachgeholt werden.

Die schlimmsten Komplikationen drohen jedoch jenen Kindern, die bereits im ersten Lebensjahr bzw. während der Geburt angesteckt werden. Deshalb ist es besonders wichtig, dass alle Personen in der engeren Umgebung eines Kindes, sofern sie die Infektion nicht bereits durchgemacht haben, geimpft sind. Die Impfung kann jederzeit, nachgeholt werden. Nach der Verab­reichung von zwei Impfungen besteht ein lebens­langer Schutz. Es sind keine weiteren Auffrischungen erforderlich.

Prüfen und nachholen
in jedem Alter

Impfschutz für Jugendliche
Jugendliche, die nicht oder eventuell nur einmal gegen Masern geimpft wurden oder keine Impfdokumentation (Impfpass) haben, sollten die vollständige, zweimalige Impfung schnellstmöglich nachholen.

Impfschutz für junge Frauen
Besonders wichtig ist die Impfung für Frauen im gebär­fähigen Alter. Vor einer geplanten Schwangerschaft sollte der Immunstatus unbedingt überprüft werden, eine Impfung während der Schwangerschaft ist nicht möglich!

Impfschutz für Erwachsene
Gerade Eltern und junge Erwachsene, die in Gemeinschaftseinrichtungen oder im Gesundheitsdienst beschäftigt sind, sollten ihren Impfschutz überprüfen lassen. Dies gilt insbesondere für Eltern und junge Erwachsene, um im Haushalt lebende Säuglinge, die noch nicht geimpft werden können, zu schützen.

Was sind Masern?

  • Was sind Masern?

    Masern sind eine hochansteckende virale Infektionskrankheit, gekennzeichnet durch Fieber, Entzündung der oberen Atemwege und einen typischen Ausschlag.

  • Häufigkeit der Erkrankung?

    Hochansteckende Virusinfektion, Gefahr von Ausbrüchen

  • Übertragungsmöglichkeiten?

    Die Ansteckung erfolgt durch eine Übertragung von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion. Patientinnen und Patienten mit Masern sind bereits vier Tage vor dem Auftreten des typischen Ausschlages (Exanthem) ansteckend. Dadurch kann bereits ein einziger Masernfall eine größere Anzahl an Erkrankungen auslösen. Trotzdem gibt es auch in Österreich eine Reihe von Personen, die aus verschiedenen Gründen keinen oder einen unzureichenden Impfschutz aufweisen.

  • Können nur Kinder von Masern betroffen sein?

    Die Erkrankung kann bei jedem, der ungeimpft bzw. nur unzureichend geimpft wurde und die Krankheit nicht durchgemacht hat, auftreten.

Risiken von Masern

  • Mögliche Folgen/Komplikationen der Erkrankung?

    Eine Reihe von ernsten Komplikationen (siehe oben), welche nachhaltige negative Auswirkungen auf Patientinnen und Patienten und deren Familien haben können, gehen mit der Erkrankung einher. In den westlichen Industrienationen müssen zwischen 10 und 30 Prozent der Masernerkrankten aufgrund von Komplikationen im Spital versorgt werden. Das liegt daran, dass die Masernvirus-Infektion zu einer vorübergehenden, jedoch etwa sechs Wochen anhaltenden, Immunschwäche führt, in deren Folge Komplikationen wie bakterielle Superinfektionen auftreten können.

    Am häufigsten sind dies Otitis media (Mittelohrentzündung), Bronchitis (Entzündung der oberen Atemwege), Pneumonie (Lungenentzündung) und Diarrhoe (Durchfall; mit der Gefahr der Dehydration vor allem bei Kleinkindern). Sehr selten tritt bei uns eine Keratitis (eine Entzündung der Hornhaut des Auges) auf. In den Entwicklungsländern jedoch ist sie vor allem im Zusammenhang mit Vitamin-A-Mangel eine der häufigsten Ursachen der Erblindung von Kindern.

    Eine besonders gefürchtete Komplikation ist die postinfektiöse Masernenzephalitis (Entzündung des Gehirns), die bei 0,1 bis 0,2 Prozent der Masernfälle vorkommt. Dabei treten etwa vier bis sieben Tage nach Exanthembeginn Kopfschmerzen, Fieber und neurologische Symptome (Bewusstseinsstörungen bis zum Koma) auf. Für ca. 10 bis 20 Prozent der Betroffenen führt diese Erkrankung zum Tod, bei 20 bis 30 Prozent der Überlebenden kommt es zu Hörverlust oder bleibenden neurologischen Folgeschäden wie z. B. geistiger Behinderung.

    Eine seltene Spätfolge (1 Fall pro 5.000 bis 10.000 Infektionen) ist die subakut sklerosierende Panenzephalitis (SSPE), die durchschnittlich sechs bis acht Jahre nach der eigentlichen Maserninfektion auftritt und stets tödlich verläuft. Diese Erkrankung beginnt mit intellektuellen und psychischen Störungen und verläuft schleichend mit zunehmenden neurologischen Störungen und Ausfällen bis hin zum Verlust der Gehirnfunktionen. Das höchste Risiko haben Kinder, die vor dem 2. Lebensjahr an Masern erkranken.
    In Österreich sind seit dem Jahr 1998 insgesamt 16 Fälle von SSPE diagnostiziert worden.

    Abgeschwächte Krankheitsverläufe (sog. „mitigierte Masern“) kommen bei Personen vor, bei denen infolge mütterlicher oder transfundierter Antikörper (z. B. Bluttransfusion) oder infolge einer nicht vollständig ausgebildeten Impfimmunität die Virusvermehrung beeinträchtigt bzw. gestört ist und somit zu einer reduzierten Masern-Virusmenge im Blut und somit abgeschwächten Erkrankung führt. In diesen Fällen kann das Exanthem nicht voll ausgebildet und die klinische Diagnose daher erschwert sein. Dennoch muss auch in diesen Fällen mit einer Ansteckungsfähigkeit gerechnet werden.

    Bei Personen, die immungeschwächt sind oder zelluläre Immundefekte haben, können Masern zwar nach außen hin schwach verlaufen (fehlendes oder untypisches Masernexanthem), jedoch können sich schwere Organkomplikationen entwickeln, die mit einer Sterblichkeit von ca. 30 Prozent einhergehen.

  • Was kann passieren, wenn ihr Kind ungeimpft bleibt?

    In Industriestaaten stirbt etwa jede tausendste bis zweitausendste an Masern erkrankte Person - meist an einer Lungen- oder Gehirnentzündung. Weltweit gesehen hingegen, sind Masern bei Kindern nach wie vor die Haupttodesursache im Zusammenhang mit Erkrankungen, die durch Impfung vermeidbar wären.

  • Ist es „sinnvoll“ die Krankheit durchzumachen?

    Nein. Die Krankheit verläuft praktisch immer schwer mit hohem Fieber, starkem Husten, einer Bindehautentzündung und Lichtscheu. Gelegentlich treten auch wegen des hohen Fiebers Fieberkrämpfe auf. Es gibt keine wirksame Therapie gegen Masern. Kommt es zu Komplikationen, können Symptome lediglich gelindert werden.

  • Stimmt es, dass Säuglinge einen natürlichen Schutz gegen Viren haben?

    Immune Mütter können Antikörper auf den Säugling übertragen, die jedoch nur einen teilweisen, jedoch nicht sicheren, Schutz von maximal sechs Monaten bieten. Säuglinge haben ein höheres Risiko für Komplikationen, insbesondere SSPE. Da die Impfung erst ab dem 11. Lebensmonat empfohlen ist, ist der indirekte Schutz für Säuglinge durch Impfung von Kontaktpersonen (Eltern, Geschwistern, etc.) von besonderer Wichtigkeit!

Die Impfung

  • Warum ist die MMR Impfung so wichtig?

    Da nur Menschen mit Masernvirus infiziert werden können, und ein gut verträglicher wirksamer Impfstoff zur Verfügung steht, ist eine wirksame Prävention mittels Impfung bis hin zur weltweiten Elimination möglich.

    Masern können prinzipiell eliminiert werden,
       1. weil eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung für die Weiterverbreitung der Erkrankung als notwendig erachtet wird;
       2. weil verlässliche Labormethoden zur Diagnose existieren;
       3. weil die vorhandenen Impfstoffe effektiv und sicher sind;
       4. weil es Beispiele für Regionen gibt, in denen die Elimination schon erreicht wurde (Nord-, Mittel-, Südamerika sind seit 2002 Masernfrei!).

    Alle europäischen Länder haben sich dazu verpflichtet die Masern bis 2015 zu eliminieren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vertritt die Auffassung, dass eine Eliminierung von Masern in Europa möglich ist.

    Pocken konnten so schon erfolgreich im Jahr 1979 ausgerottet werden.

  • Wer soll sich impfen lassen?

    Kleinkinder sollten ab dem 11. Lebensmonat die 1. Teilimpfung erhalten, die 2.Teilimpfung ehestmöglich, jedoch frühestens 4 Wochen nach der 1. Teilimpfung. Bei fehlender Immunität gegen das Masernvirus oder fehlender Impfdokumentation kann die MMR-Impfung in jedem Lebensalter nachgeholt werden. Es werden 2 Dosen MMR-Impfstoff empfohlen.

  • Warum muss man sich zweimal impfen lassen?

    Die erste Impfung führt bei 95% der Geimpften zu einem vollständigen Schutz. Die 2. Teilimpfung dient dazu, die verbleibenden 5% der Geimpften zu schützen. Nach der 2. Teilimpfung werden auch 95% der während der ersten Impfung nicht geschützten Personen effektiv geschützt (Serokonversion).

  • Wie kann man sich schützen?

    Die einzige Möglichkeit sich vor Masern zu schützen ist die Impfung. Zur Vorbeugung steht ein sicherer, gut verträglicher und sehr effektiver Lebendimpfstoff (3-fach-kombinationsimpfstoff/Mumps-Masern-Röteln) zur Verfügung. In Österreich sind Impfungen gegen Masern im kostenlosen Impfkonzept enthalten. Es ist jederzeit – auch im Erwachsenenalter – möglich, diese Impfung nachzuholen.

  • Für wen ist die Impfung besonders empfohlen?

    Allen Personen, unabhängig vom Alter, die noch nicht mit zwei Dosen geimpft sind. Besonders wichtig ist die Impfung bei Frauen im gebärfähigen Alter – vor einer geplanten Schwangerschaft soll der Immunstatus überprüft werden („get prepared for pregnancy“!).

    Kinder unter 11. Lebensmonaten können nicht geimpft werden. Daher ist darauf zu achten, dass alle engen Kontaktpersonen geimpft sind (oder immun durch eine Erkrankung sind).

    Für das Personal im Gesundheitswesen wird dringend empfohlen, die Immunität durch serologische Untersuchung (oder Vorlage eines Impfpasses mit je zweimaliger Impfung gegen diese Erkrankungen) nachweisen zu können.
    Bei fehlender Immunität ist die Impfung als moralische Verpflichtung zu sehen.

  • Wann soll man sich impfen lassen?

    Es wird die Gabe von 2 Dosen MMR-Impfstoff ab dem 11. Lebensmonat empfohlen. Die 2. Teilimpfung sollte ehestmöglich, frühestens jedoch 4 Wochen nach der 1. Teilimpfung erfolgen. Fehlende MMR Impfungen können in jedem Lebensalter nachgeholt werden.

  • Wann darf man sich nicht impfen lassen?

    Nicht geimpft werden dürfen:
       - Personen mit Immunschwäche
       - Personen im fieberhaften Zustand (> 38°C)
       - Personen, die allergische Reaktionen auf Impfstoffbestandteile haben (Ei-Allergiker DÜRFEN auch ohne vorherigem Skin Prick Test geimpft werden!)
       - Personen, die Nebenwirkungen bei einer vorangegangener MMR- Impfung entwickelt haben
       - Schwangere (1 Monat vor und nach der Impfung ist eine Schwangerschaft zu vermeiden) (siehe Impfplan 2014- Impfungen in der Schwangerschaft)

  • Wo kann man sich impfen lassen?

    Bei den Impfstellen der jeweiligen Bundesländer

  • Welche Nebenwirkungen können auftreten?

    Bei dem Kombinationslebendimpfstoff gegen Masern-Mumps-Röteln, der in der Regel gut verträglich ist, können in den Tagen nach der Impfung Nebenwirkungen auftreten.

    Lokalreaktionen, wie Rötung und Schwellung an der Einstichstelle, kommen relativ häufig vor und treten bereits kurze Zeit nach der Impfung auf.

    In etwa 15% der Fälle kann es zum Auftreten von Fieber und in 5% der Geimpften zu einem kleinen Ausschlag kommen. Diese Nebenwirkungen treten typischerweise erst zwischen dem 7. und 12. Tag nach Verabreichung der Impfung auf. Falls das Fieber 38.5° C übersteigt, sollte ein fiebersenkendes Medikament gegeben werden, um Fieberkrämpfen vorzubeugen. Im Zweifelsfall sollte der Arzt aufgesucht werden.

    Seltene Nebenwirkungen sind Thrombozytopenie und Gelenksschmerzen (vorwiegend bei erwachsenen Frauen).

  • Wo kann ich Nebenwirkungen melden?

    Der Begriff "Pharmakovigilanz" umfasst die Überwachung von Arzneimitteln, die zur Prophylaxe, Diagnose oder Behandlung von Krankheiten angewendet werden, im Zeitraum nach ihrer Zulassung. Sie ist ein Instrument zur kontinuierlichen Überwachung der Nutzen/Risiko Balance von Arzneimitteln.

    Die Meldepflicht für unerwünschte Wirkungen in vermutetem Zusammenhang mit der Anwendung von Impfstoffen folgt, wie bei allen anderen Arzneimitteln, den Vorgaben von §75 des Arzneimittelgesetzes. Angehörige der Gesundheitsberufe, aber auch Patienten oder deren Angehörige können Meldungen über unerwünschte Wirkungen schriftlich oder auf elektronischem Wege an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen übermitteln.

    Nähere Informationen hierzu unter den folgenden Links:
    Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
    § 75 Arzneimittelgesetz

  • Sind viele Impfungen auf einmal schädlich für den Säugling?

    Nein. Immunsystem ist zum Zeitpunkt der Impfung voll ausgebildet, deshalb stellt Impfen keine Belastung dar.

  • Kann die MMR Impfung Allergien auslösen?

    Nein. Es gibt keine wissenschaftlichen Hinweise, dass die Impfung Allergien auslöst.

  • Sind Impfungen überhaupt wirksam?

    Impfungen lösen die Bildung von Antikörpern und eine zelluläre Immunität aus, die vor der Erkrankung schützen. Die erste Dosis der MMR-Impfung führt zu einem Schutz von 95%. Nach der zweiten Dosis erhöht sich diese Schutzrate auf 99%.

  • Ich weiß nicht, ob ich geimpft bin - was soll ich tun?

    Im Zweifelsfall sollte man die Impfung mit zwei Dosen nachholen. Personen, die die Krankheit durchgemacht haben, oder schon geimpft wurden, haben KEIN erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen.

  • Kann man überimpfen?

    Nein. Da es auch natürlicherweise zu einem Kontakt mit dem Virus kommen kann, und dadurch lediglich der Impfschutz aufgefrischt wird (Boosterung).

  • Kann ich meinen Antikörperspiegel testen lassen?

    Ja. Es ist möglich den Immunstatus mittels einer Blutabnahme in den entsprechenden Laboratorien testen zu lassen.

  • Geht es bei Impfungen nicht nur um Profitgier der Ärzte bzw.
    Pharmafirmen?

    Es ist moralisch und ethisch nicht verantwortbar, schwere Komplikationen oder sogar den Tod zu verantworten, wenn es eine effektive Impfung gibt

  • Wie wichtig ist Impfen heute?

    Es ist Ziel der WHO, Masern und Röteln bis zum Jahr 2015 in der europäischen Region zu eliminieren.

    In Österreich treten Masern nach wie vor auf und es kommt regelmäßig zu Ausbrüchen. Dieses Ziel der Elimination kann nur durch eine 95% Durchimpfungsrate erreicht werden. Daher ist es höchste Priorität, eine solche Durchimpfungsrate auch in Österreich ehest zu erreichen.

  • Was steht im Impfpass?

    Eine schriftliche Dokumentation darüber, wann, mit welchem Impfstoff, wo und von wem geimpft wurde und das sogenannte Chargenpickerl des Impfstoffs.

  • Was ist, wenn ich meinen Impfpass nicht finden kann?

    Eine Impfung kann man nur dann als gegeben ansehen werden, wenn eine schriftliche Dokumentation vorliegt oder der Impfling (bzw. Eltern) Monat und Jahr der Impfung angeben können. Im Impfplan 2014 ist ein Kapitel dem Thema Impfabständen und Nachholimpfungen gewidmet.

  • Wie funktioniert die Impfung?

    Es handelt sich um eine Lebendimpfung mit abgeschwächten Viren, die eine „kontrollierte Infektion“ auslöst. Dadurch wird dem Körper die Möglichkeit gegeben, Antikörper zu bilden und auf eine Infektion mit dem Wildvirus mit einer gezielten Abwehr zu reagieren, welche einen lebenslangen Schutz hinterlässt.

  • Welche Art von Impfstoffen gibt es?

    In Österreich gibt es nur einen Dreifachimpfstoff (Masern Mumps Röteln). Es handelt sich hierbei um eine Lebendimpfung mit abgeschwächten Viren.

  • Ist die MMR-Impfung gefährlich?

    Nein. Die Impfung wird sehr gut vertragen. Schwere Komplikationen nach einer MMR Impfung sind extrem selten.

  • Was kostet die Impfung?

    In Österreich ist die Masernimpfung seit Jahren Bestandteil des nationalen Impfprogramms. Es gibt keine Altersbeschränkung für die Gratisimpfung.

  • Kann ich nach der Impfung andere anstecken?

    Nein. Obwohl es sich um einen Lebendimpfstoff handelt, kann das Impfvirus nicht auf andere Personen übertragen werden.

  • Ist seit Einführung der Impfung in Österreich ein bleibender Schaden durch
    Impfnebenwirkungen festgestellt worden?

    Nein. Für Schäden nach Maßgabe dieses Bundesgesetzes ist dann Entschädigung zu leisten, wenn diese durch eine Impfung nachweislich verursacht wurden. Seit Einführung der Gratis Masern-Impfung im Jahre 1998 ist in Österreich kein Masern-Impfschaden anerkannt worden.

  • Weitere wichtige Impfungen im Rahmen des kostenlosen
    Kinderimpfprogramms

    Im Impfplan 2015 finden Sie die jährlich aktualisierten Empfehlungen zu weiteren wichtigem Impfungen.